About

Künstlerische Arbeit

Meine künstlerische Arbeit ist dem Gefühl der Leichtigkeit gewidmet, der Offenheit gegenüber dem Leben, der Hingabe und dem Mitfließen mit seiner Bewegung.

Für mich entsteht Leichtigkeit dort, wo feste Vorstellungen weicher werden. Wo wir Menschen sehen können, wie sie tatsächlich sind, anstatt daran festzuhalten, wie wir sie gerne hätten. Wo wir Situationen annehmen können, ohne sie gutheißen zu müssen. Wo wir Grenzen setzen, Entscheidungen treffen und für uns einstehen können, ohne uns im Kampf gegen die Realität dessen zu verlieren, was bereits ist.

Und vielleicht gehört selbst der Widerstand zum Mitfließen.

Mich berührt der Gedanke, dass auch er einfach da sein darf. Dass Hingabe vielleicht manchmal gerade darin liegt, selbst das Festhalten nicht verändern zu müssen. Denn sobald Leichtigkeit zu einem Ziel wird, an dem wir festhalten, wird vielleicht selbst sie zu einer neuen Form des Widerstands

Diese Gedanken finden ihren Ausdruck in meiner Malerei. Gegenständliche Formen lösen sich auf, klare Grenzen verschwimmen und Farben fließen ineinander. Formen dürfen entstehen, sich verändern und sich wieder auflösen.

Mit meinen Werken möchte ich an Weite, Leichtigkeit und eine Offenheit gegenüber dem Leben erinnern. In den fließenden Formen und sich auflösenden Grenzen kann etwas anklingen, das vielleicht längst in uns liegt.

Offen zu sein für das, was gerade da ist.

Für die Leichtigkeit und für die Schwere.

Für das Loslassen und für das Festhalten.

Für die Bewegung und auch für den Widerstand.

Für das Leben in all seinen Formen.

 

Über die Künstlerin

Mein Name ist Nina Becker. Ich lebe in Baden-Württemberg und widme mich seit 2025 autodidaktisch der Malerei.

Die Malerei hat mich schon immer fasziniert und auf besondere Weise angezogen. Durch eine prägende Zeit in meinem Leben wurde sie für mich zu einem Ort, an dem ich Abstand zu meinen Gedanken finden konnte. Gleichzeitig begann ich, mich intensiv mit meinem eigenen Bewusstsein auseinanderzusetzen.

Das Thema des Widerstands begleitet mich schon lange. Ich habe erlebt, wie viel Kraft darin liegen kann, für etwas einzustehen und Veränderung zu wollen, aber auch, wie viel Energie es kosten kann, gegen das anzukämpfen, was ist. Gegen andere Menschen, gegen Situationen oder gegen das Leben selbst.

Lange war ich selbst viel im Widerstand. Ich wollte verändern, überzeugen, festhalten und habe mich immer wieder an Vorstellungen davon gebunden, wie etwas sein sollte. Mit der Zeit begann ich zu erkennen, wie viel Leid gerade in diesem Festhalten entstehen kann.

Heute beschäftigt mich vielmehr das Gefühl, dem Leben offen zu begegnen und mit seiner Bewegung zu fließen. Nicht als Zustand ständiger Leichtigkeit und nicht mit dem Anspruch, immer loslassen zu können, sondern als eine Hingabe an das, was gerade da ist.

Aus dieser Auseinandersetzung entwickelte sich nach und nach die Ausrichtung meiner künstlerischen Arbeit, in der all diese Gedanken heute ihren Ausdruck finden.